Martinshöhe / kath. Kirche St. Martinus

Restaurierung 2023/24
erbaut durch Voit&Söhne, Durlach 1913 (II+P, 21 + 1Tr.)

Die Restaurierung des vollpneumatischen Werks der seinerzeit renomierten Firma Voit&Söhne stammend, beinhaltete die durchgreifende Überarbeitung der pneumatischen Laden und Trakturen sowie die Beseitigung sekundärer dispositioneller Eingriffe.

So wurden zwei Schwellwerksregister zur Wiederherstellung des Erstzustands rückversetzt, fehlende Bereiche aus zeitnah entstandenem Material ersetzt. Im Rahmen der aufwendigen Restaurierung des Spieltischs wurden alle Funktionen widerhergestellt. Ergebnis der Intonation (2024) ist ein expressives, stilistisch vielseitiges Werk der deutschen Spätromantik.

Vorzustand: starke Verschmutzung auf dem Dach des Schwellkastens

bei der Restaurierung verlötete Stimmrolle, zuvor zu tief eingeschnitten

Blick ins restaurierte Hauptwerk zwischen Schwellwerk und Pedal (links)

Diskantbereich des Hauptwerks mit hier 5fach besetzter Mixtur

Ausschnitt des Hauptwerks (Vorzustand) - auffällig die großen Deckelöffnungen der Hohlflöte 4'

das von der Kirchenwand bis nah an den Prospekt reichende Schwellgehäuse

das Schwellwerksinnere im Vorzustand - schadhafter Papierbelag

Vorzustand Schwellwerk (v.o.): Flautino 2' verschoben zu 1⅓', Fugara 4'
zu 2' - entsprechend unbesetzte Superkoppellage der Fugara

entsprechender Abschnitt nach Rückversetzung besagter Register und Neutapezierung des Schwellgehäuseinneren

Blick ins restaurierte Innere des Schwellwerks

Der Spieltisch bei geöffneter Kniefüllung, Vorzustand ...

... und entsprechender Bereich mit bereits restaurierter Pneumatik

geöffnete Spieltischrückseite zu Beginn der Restaurierung ...

... und vollendete wiederhergestellte Spieltischpneumatik

Detail bei der Zerlegung der Pneumatik ...

... und anderes Detail mit Muffen zur Zusammenfügung der Bleirohre

undichte Papier-Rückschlagklappen im Spieltisch (Vorzustand)

zerlegte Elemente der pneumatischen Registersteuerung im Spieltisch

Ausspänen eines Risses ...

... und erneuerte Rückschlagklappen (Leder)

schadhafter, mehrfach geflickter Balg zur Schaltung des Calcantenrufs

restaurierte Schaltung des Calcantenrufs

Koppelschalter unterhalb des ersten Manuals im Vorzustand ...

... und während der Reinigung

zerlegte Mechanik der Anzeige für Registerschweller und Balgstand ...

... und entsprechende Armaturen oberhalb des zweiten Manuals

Manualklaviaturen während ihrer Restaurierung

das restaurierte Spieltischinnere, neu mit Schellack behandelt

Blick von oben auf die restaurierte, noch geöffnete Spielanlage

der Spieltisch bei geöffnetem ...

und verschlossenem Zustand

der frühere Arbeitsplatz des Calcanten im Vorzustand ...

... und nach Vervollständigung der Trethebel. Die Verlegung des Gebläses an die Außenseite stellt die Wartungsfreundlichkeit im Innern des Unterbaus wieder her.

Vorzustand mit selbstgebauter "Verteilerdose"

es bedurfte mehrerer Arbeiter zum Öffnen und Schließen des zimmergroßen Magazinbalgs

der neu tapezierte Magazinbalg in der Werkstatt

einer der restaurierten Schöpfbälge

das restaurierte Modul zur Windabschwächung des Subbass zum Zartbass

Blick ins restaurierte Innere des Unterbaus mt Magazinbalg und Pneumatik

neubeledertes Bälgchen der Calcantenglocke

rekonstruierte Calcantenglocke vor einem der vervollständigten Trethebel

bekrönende Engelsgruppe oberhalb des Mittelfelds

Hauptwerk (I) C - g‴   Schwellwerk (II) C - g‴   Pedal (C - f°)  
Zart Gedeckt 8’ Aeoline 8’ Zartbass 16’
Quintatön Vox coelestis Subbaß 16’
Soloflöte 8’ Salicional 8’ Violonbass 16’
Hohlflöte 4 Gedeckt Octacbass 8’
Viola di Gamba 8’ Zartflöte 4’    
Prinzipal 8’ Geigen Prinzipal 8’    
Oktave 4’ Fugara 4’    
Bordun 16’ Flautino 2’    
Mixtur 3 - 5f.          

Druckschalter rechts von Manual I: Balgsignal
Druckschalter unter Manual I (v.l.n.r.): Koppeln Sup. O. II:I, Sub O. II:I, II:P., I:P., II:I;
Feste Kombinationen M.F., Tutti
Fußbedient (v.l.n.r.): Tritt Piano Pedal ab, Tritt Walze ab, Walze, Schwelltritt, Tritt Tutti